IG Guaita-Park von Perlick-Vortrag nicht überzeugt

 

Pressemitteilung, 23. Dezember 2014

 

Die Interessengemeinschaft Guaita-Park nimmt die in der heutigen Taunuszeitung getätigten Aussagen des Investors Perlick zur Zukunft des Guaita-Parks mit Skepsis zur Kenntnis. Wenn Herr Perlick ausführt, der „nördliche Teil“ werde „nicht bebaut“, dann bedeutet das, dass der westliche (=Zugang über Königsteiner Straße), der mittlere (=Zugang über Kreuzenäckerweg bzw. Guaitastraße) und der südliche Teil (=Zugang über Am Winkelbach) offenbar zur Disposition stehen. Das entspricht ziemlich genau dem Bebauungsplan, der der IG Guaita-Park vorliegt und der öffentlich bekannt gemacht wurde. Auch dort bleiben Villa und nördlicher Teil unberührt, während in den westlichen, südlichen und östlichen Randbereichen Neubebauung vorgesehen ist. Das „Dementi“ des Herrn Perlick erweist sich de facto als Bestätigung, dass er den Spuren des Vorgängerplans folgen will.


Auch Herrn Odszucks Ausführungen „Wenn wir uns mit dem Thema Innenentwicklung beschäftigen, werden wir uns sicherlich eine Meinung auch zum Gelände der Abs-Villa bilden" weisen klar darauf hin, dass eine Bebauung vorgesehen ist. Wieso muss man sich zum Guaita-Park überhaupt erst „eine Meinung bilden“? Es ist seit Jahrzehnten eine unstreitige gemeinsame Position der Kronberger Politik über alle Parteien hinweg, dass die drei große Parklandschaften der Stadt – Viktoria-Park, Schloss-Park und Guaita-Park – als Biotope und den Charakter Kronbergs prägend erhalten bleiben. Definiert das der Erste Stadtrat im Alleingang nun neu und treibt die Parteien vor sich her?


Widersprüchlich sind auch die Zeitdimensionen. Während Herr Perlick von einem Zeitraum von „fünf bis zehn Jahren“ spricht, in dem eine Bebauung stattfinden könnte, sieht Stadtrat Odszuck das Projekt im Zusammenhang mit dem Thema „Innenentwicklung“ beim Stadtentwicklungsplan dessen Diskussion bereits 2015 auf der Tagesordnung steht.


Offenbar sind der Investor und der Erste Stadtrat aktuell sehr bemüht, das ihnen unangenehme Thema von der Agenda zu bekommen und weitere Öffentlichkeit zu verhindern. Die IG Guaita-Park wird aber weiter an dem Thema dranbleiben und Anfang kommenden Jahres sicher auch auf Herrn Perlick zukommen und ihn um ein Gespräch bitten.
Die Interessengemeinschaft wird jedenfalls alle erforderlichen Mittel ergreifen, um die Zerstörung von Flora und Fauna des Guaita-Parks nicht nur im „nördlichen“ Teil der genannten Liegenschaft, sondern im gesamten Bereich des Bebauungsplans 120 „Guaitapark“, zu verhindern.